Sommer-Erholungsaufenthalt
Seit 1993 führen wir 3 - 4wöchige Erholungsaufenthalte in den Sommermonaten durch. Dabei werden Kinder aus Weißrussland, insbesondere aus dem Kreis Tschetschersk im Gomel-Gebiet und aus Minsk eingeladen, die dann in Gastfamilien untergebracht werden. Während der nunmehr 12 Aufenthalte wurden insgesamt 246 Kinder eingeladen und in 56 Gastfamilien untergebracht.
Die Kinder reisen mit einem Bus der Stiftung "Den Kindern von Tschernobyl" aus Minsk an. Sie sind während Ihres Aufenthaltes in Deutschland unfall-, kranken- und haftpflichtversichert und werden von 2-3 Betreuerinnen begleitet. In den letzten Jahren waren Alina Pawlowna Garmaschowa, Emma Trofimowa und später auch Tatjana Moharewa als Begleiterinnen in Hargesheim. Im Jahr 2001 hat zum ersten Mal Natascha Bulanowa aus Tschetschersk die Gruppe begleitet, da Alina nun in der Nähe ihrer Tochter in Russland lebt und die Gruppe nicht mehr begleiten kann.
Während des Aufenthaltes wird für die Gruppe ein Programm organisiert. Dies gestaltete sich diese Jahr wie folgt:
Vormittagsbetreuung im kath. Pfarrheim an den
Werktagen mit Perlen bügeln, Speckstein bearbeiten, Window-Colour malen,
Tontopffiguren basteln, Tonkarton-Fensterbilder herstellen, Wanderung nach
Gutenberg, Obstsalat zubereiten und Wichtelmänner basteln.
![]()

zwei Ausflüge, in diesem Jahr z.B. zum
Ponyhof Lochmühle und zum Flughafen nach Frankfurt (natürlich durfte auch ein
Besuch bei McDonalds nicht fehlen, aber auch die Besucherterrasse hat viele
Eindrücke geboten)

in diesem Jahr haben wir zum dritten Mal eine Freizeit im
Haus Andreas in Waldfriede veranstaltet, die von der Gruppe als sehr schön
empfunden wurde und ihr auch einen guten Zusammenhalt brachte. Im Rahmen dieser
Freizeit war die Gruppe zu einem Ausflug zum Schloss Wartenstein eingeladen,
während dem Herr Wirzius vom Förderverein Lützelsoon mit seiner Frau und einigen
Helfern, sowie Herr Förster Leyendecker den Kindern einen unvergesslichen Tag
bereiteten

ein Grillfest, Einladung zum Mittagessen im
"Hargesheimer Eck" usw.

Bei der Durchführung dieser Aktivitäten werden wir von den unterschiedlichsten Gruppierungen unterstützt. So erfolgt der Transport, wie oben schon erwähnt, durch Busse der belarussischen gemeinnützigen Stiftung "Den Kindern von Tschernobyl" aus Minsk, das Land Rheinland-Pfalz unterstützt uns für jedes neu eingeladene Kind mit 52 €, die Gemeinde Hargesheim trägt jährlich mit ca. 400 € zur Deckung der Kosten bei und viele Privatpersonen und Geschäftsleute unterstützten uns in vielfältiger Weise.
Die großen „Tschernobylkinder“ zu Besuch in Hargesheim
Da die ersten "Tschernobylkinder" nun bereits junge Erwachsene sind, stellte sich die Frage, ob es eine andere Möglichkeit gibt, als diese Jungendlichen bzw. jungen Erwachsenen im Rahmen des Sommeraufenthaltes zusammen mit 8 - 15 jährigen Kindern einzuladen und zu betreuen. Neben dem Altersunterschied war auch die Tatsache, dass diese Jugendlichen oft bereits in Berufsausbildung sind oder eine weiterführende Schule besuchen, ein zu berücksichtigender Aspekt, denn sie können aus den vorgenannten Gründen nicht so einfach 4 Wochen der Ausbildung fern bleiben.
So entstand im Jahr 2000 die Idee diese "Kinder" im Rahmen eines eigenen Aufenthaltes für 2 Wochen nach Hargesheim einzuladen. Der erste Aufenthalt dieser Art fand vom 03. - 18.03.2001. Im Jahr 2008 fand nun zum 8. Mal ein solcher Aufenthalt statt. Neben den Tschernobylkindern der 1. Stunde Inna Awramowa (geb. Konzewaja) und Olga Bandjuk (geb. Schewzowa) war auch Natalja Klimowa zu Besuch. Inna und ihre Tochter Julia verbrachten zwei schöne Wochen bei Elke und Berni Tullius, Olga und ihr Mann Denis wohnten bei Sabine und Rainer Schwarz und Natalja besuchte ihre Gastfamilie Ellen und Richard Biel in Guldental. Die Zeit wurde ganz nach den Vorstellungen der Gastfamilien und ihren Gästen individuell gestaltet. Am Sonntag, 09. März 2008, flogen die 5 nach 2 erlebnisreichen Wochen wieder nach Hause. Die Gastfamilien waren froh „Ihre“ ersten Tschernobylkinder wieder einmal zu Besuch gehabt zu haben.
Nachdem die 5 wieder heil und froh in Weißrussland angekommen waren, kann man sagen, dass es eine gelungene Aktion war. Da kein Sommeraufenthalt in dieser Zeit stattfand, konnte man sich intensiv um die Gäste kümmern und mit ihnen auch altersgerechte Ausflüge u.a. unternehmen. Die Zeit war sicherlich anstrengend, aber für beide Seiten auch sehr schön.
![]()
Startseite | Vereinsdaten | Hilfstransporte | Gastelternreise | Bisherige Aktivitäten | Geplante Aktivitäten | Danke | Neues | Otor-News